Am Ende konnten alle nach einem rassigen, jederzeit spannenden Derby und dem 1:1 (0:0) zwischen den Fußball-Bezirksligisten SV Thüle und Hansa Friesoythe zufrieden sein. Für die Hanseaten war der Punkt nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit sicherlich glücklich, dennoch bestimmten die Friesoyther die Partie.

„Insgesamt geht das 1:1 in Ordnung. Aber wenn man mit der letzten Aktion den Ausgleich kassiert. . .“, haderte Macke ein wenig, der sein Team für das große Engagement vor der Rekordkulisse von mehr als 800 Zuschauern besonders lobte. 


Thüle hielt die ersten drei Punkte bereits in den Händen, da wurde Lukas Ostermann, den Thüle gut im Griff hatte, von Tobias Latta kurz vor dem Strafraum gefoult. Janek Siderkiewicz haute den Freistoß gefährlich aufs Tor, Keeper Andre Hagen wehrte zwar ab, aber Mariyan Georgiev Ognyanov nutzte die Verwirrung im Fünfmeterraum und staubte zum 1:1 ab (90.+4).

„Ich kenne Maryian schon länger und bin froh, dass wir ihn so kurzfristig verpflichten konnten. Er ist ein Glücksfall, nicht nur wegen seines Ausgleichstores“, urteilte Hansa-Trainer Hammad El-Arab über den 31-jährigen bulgarischen Ex-Nationalstürmer, der in Oldenburg wohnt. „Dieser Punkt könnte am Ende noch Gold wert sein“, sagte El-Arab, der sein Team im ersten Abschnitt besser sah, aber nach dem Rückstand feststellen musste, dass Hansa trotz wesentlich mehr Ballbesitz im Angriff doch noch zu wenig Gefahr versprühte.

Dabei begann der Gast sehr druckvoll, presste sehr früh, was Thüle zunächst überraschte. Aber außer einem Schuss von Ostermann, der Hansa jetzt wieder in Richtung USA verlässt, den Hagen im Nachfassen parierte, kam dabei wenig heraus (11.). Allmählich stellte sich der SVT auf den Ballbesitzfußball der Gäste gut ein und konterte sehenswert. So verpasste Hani Hassan im Fallen einen abgefälschten Querpass nur knapp (15.). Ein Freistoß aus über 30 Metern von Björn Bullermann strich nur knapp am Hansa-Gehäuse vorbei (28.)

Kurz vor der Pause stöhnte der Hansa-Angang kurz auf, als Magnus Schlangen, der über die linke Bahn Druck machte, auf Ostermann flankte. Der traf per Kopfball nur den Außenpfosten (42.).

Beide Mannschaft taten sich nach der Pause weiterhin schwer, Torchancen zu kreieren. „Wer den ersten Fehler macht, kann diesmal das Spiel verlieren“, sagte El-Arab und musste zusehen, wie sich Maycoll Canizalez böse verschätzte, Hassan über die rechte Seite freie Bahn hatte und auch Torwart Carsten Hackstette keine Chance ließ.


Riesenjubel beim Thüler Anhang, dessen Mannschaft sich nun geschickt zurückzog, Hansa im Mittelfeld zwar Raum ließ, so dass die Gäste quasi wie Handballer kreisen mussten, weil das Spiel in die Spitze nicht gelang und von den Außenbahnen zu wenig Gefahr ausging. Und Thüles Konter waren gefährlich, so musste Nicolas Hofmann mit langem Bein in höchster Not retten (70.) – ein 0:2 hätte der Gast nicht mehr aufgeholt. Aber es gab ja noch den Joker aus Bulgarien . . .

Tore: 1:0 Hassan (54.), 1:1 Ognyanov (90.+4).

SV Thüle: Hagen - Bickschlag, Latta, Meyer, R. Göken, J. Göken, Vossmann (72. Abeln), Bullermann, C. Göken, Hassan (83. Wedermann), Höhne (90. Boicu).

Hansa Friesoythe: Wilhelm - Canizalez, Thoben, Hofmann, Thomes, Schlangen, Werner (64. Cano), Siderkiewicz, Hinrichs (59. Meyer), Ostermann, Duen (74. Ognyanov).

Schiedsrichter: Philip Eiben (Wiefelstede).

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 05.08.2019.

 

Sichtungstraining am 12.12.

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