Die Winterpause wird immer wieder dazu genutzt, zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Das hat unser Trainer der ersten Herrenmannschaft, Hammad El-Arab, im Interview mit Rolf Wulfers von OM gemacht. Es geht um die bisherige Saison, die Entwicklung der Mannschaft sowie den Ausblick auf die Aufstiegsrunde.

Obwohl für Hansa noch zwei Hinrundenspiele auf dem Plan stehen, ist Ihre Mannschaft bereits jetzt Hinrundenmeister der Staffel I. Zehn Siege in 14 Spielen zeugen von einer überragenden Hinrunde. Wie fällt Ihr Fazit zur Winterpause aus?

Wir sind mit dem Saisonverlauf natürlich sehr zu frieden. Dass es so gut läuft, hätte man sich nur erträumen können. Die Jungs haben eine hohe Trainingsbereitschaft und dementsprechend konnten wir uns sehr gut auf jeden Gegner einstellen. Hinzu kommt, dass die Mannschaft ein starkes Kollektiv bildet und in den Spielen extrem davon gelebt hat, sich gemeinsam stärker zu machen. Wenn diese Zusammenarbeit nicht gegeben ist, fehlt etwas und das haben die Jungs verinnerlicht. Trotz eines großen Kaders, herrscht eine gute Stimmung im Team, wo jeder einzelne Spieler seine Rolle kennt und sich nahtlos in die Mannschaft einfügt.

Vor der Saison lautete das Ziel des Vereins Klassenerhalt. Bewusstes Understatement?

Eins ist klar: Die Landesliga ist so eng, wenn du da keine funktionierende Mannschaft und einen funktionierenden Verein hast, dann wird es schwierig. Das Ziel war immer Platz vier und damit die Aufstiegsrunde, weil es der kürzeste Weg zum Klassenerhalt ist. Am Ende des Tages wollten wir natürlich nicht in die Abstiegsrunde und uns dann hinten raus vom Zufallsgenerator noch Punkte abziehen lassen.

Hansa steht neben Bevern als Teilnehmer der Aufstiegsrunde fest. Die beiden anderen Teilnehmer sind noch in der Schwebe. Wen würden Sie sich wünschen?

Natürlich wünscht man sich immer die Mannschaften, gegen die man die meisten Punkte geholt hat. Wir haben noch zwei Hinrundenspiele gegen zwei Teams mit Wilhelmshaven und Wildeshausen, die beide noch in die Aufstiegsrunde kommen können. Wobei Wilhelmshaven zu 99 Prozent dabei sein wird. Das sind die beiden Spiele, auf denen unser Hauptaugenmerk liegt und die wir beeinflussen können. Über all die anderen Dinge, die wir nicht beeinflussen können, machen wir uns keine Gedanken. Gibt es in Ihrem Kader, den ein oder anderen Spieler, der Sie positiv überrascht hat? Wie schon gesagt, hat sich die gesamte Mannschaft positiv entwickelt. Natürlich beobachten wir über Jahre hinweg, dass sich viele Spieler, die schon im Alter von 18 oder 19 zu uns gekommen sind, wie unter anderem Janek Siderkiewcz, Magnus Schlangen, Murat Moussa, Andre Thoben und Sören Hinrichs, um nur einige zu nennen, positiv entwickelt haben. Aber natürlich hat auch ein Spieler wie Gerrit Thomes eindrucksvoll bewiesen, dass man immer eine Schippe drauflegen kann.

Auch wenn noch nicht feststeht, wie viele Punkte Hansa mit in die Aufstiegsrunde nimmt, wie lautet das Ziel in der Meisterrunde?

Unser Ziel ist es, den zahlreichen Anhängern, die uns zu Hause, wie auch auswärts begleitet haben, ähnlich guten und leidenschaftlichen Fußball zu bieten, wie wir es in der Hinrunde getan haben. Was dann am Ende dabei herauskommt, muss man sehen. Eins ist sicher, in Friesoythe wird auch in der nächsten Saison mindestens Landesligafußball gespielt.

Wäre für Friesoythe wenn auch nicht schon in der kommenden Saison, so doch langfristig, die Oberliga sportlich und finanziell zu stemmen?

Zu dieser Frage bin ich nicht ganz der richtige Ansprechpartner. Was ich hier aber seit vielen Jahren sehe ist, dass in und um den Verein viele gute Leute mit Herzblut dabei sind. Angefangen von meinem Trainerteam bis hin zu den Verantwortlichen im Vorstand. Also: Wenn sich die Frage irgendwann mal stellt, an dem Engagement der Hanseaten wird es nicht scheitern. Sportlich gesehen wäre man für viele junge Fußballer, vor allem die aus dem Jugendleistungszentrum kommen, eine hochattraktive Adresse.

Die Winterpause dauert zunächst einmal bis mindestens Mitte Februar. Ist das Wort Pause für die Spieler wörtlich zu nehmen oder haben Sie den Jungs individuelle Einheiten verordnet?

Da viele Spieler vor allem zum Ende hin auf dem Zahnfleisch gegangen sind und wir zudem Ausfälle zu beklagen hatten, sollen sie in der Tat den Dezember zur Erholung nutzen. Anfang Januar beginnen die Spieler wieder mit individuellen Einheiten.

OM-Interview, veröffentlicht am 16.12.2021.

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